Abschlussbericht Mobilität und Umwelt

von Alli Bartels

Gedanken zum Projektstand "Mobilität und Umwelt Pfäffikersee"

Es ist schon erstaunlich, wie wenig Resonanz der Abschlussbericht zum Projekt «Mobilität und Umwelt Pfäffikersee» in der Öffentlichkeit erzeugt hat. Nach einigen Artikeln und Leserbriefen in der lokalen Presse kehrte rasch wieder Ruhe am See ein.

Naturschutzverbände freuen sich über die getroffenen Entscheide und begrüssen einhellig die damit verbundenen Massnahmen zur Besucherlenkung und zum Landschaftsschutz. Die Gemeinde Wetzikon bleibt weiterhin Seegemeinde mit eigenem Seezugang. Die Ausliker Badi bleibt bestehen, Fischer und Segler sind erleichtert über den Erhalt der Bootsplätze und auch die Jucker Farm kann sich dank neuer Buslinie auf weitere Besucherrekorde in der kommenden Saison einstellen.

Nur für den Zeltplatz Auslikon sieht die Zukunft düster aus. Als Bauernopfer in der politischen Entscheidungsschlacht erhalten sie zwar weiterhin viel Sympathie, aber kaum praktische Unterstützung.  

Aber ist nun wirklich alles klar und zur mehrheitlichen Zufriedenheit geregelt? Wohl kaum.

Die getroffenen Entscheide sind fast ausschliesslich grobe Richtentscheide auf hoher Stufe. Was sie wirklich für Natur, Landschaft und Erholungsnutzung bedeuten, dass wird sich erst in der Umsetzungsphase zeigen. Hier muss von den verantwortlichen Trägern mit viel Fingerspitzengefühl gearbeitet werden. Die Lösungen müssen auf allen Seiten überzeugen. Geheime Beratungen hinter verschlossenen Türen sind dann nicht mehr zweckdienlich. Betroffene, d.h. Nutzer und Schützer müssen in die Detailentscheide eingebunden werden, damit es nachhaltig ruhig bleibt am Pfäffikersee. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

 

Für Interessierte: Der offizielle Abschlussbericht zum Projekt ist öffentlich und kann über den nachfolgenden Link heruntergeladen werden.  

H.A. Bartels / SCaP

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